Endspurt beim Straßenausbau in der neuen Südstadt
3.700 Quadratmeter neuer Straßenraum
Ein weiterer Meilenstein für das Campbell-Quartier in der neuen Südstadt: Mit dem Ausbau der Emil-Gumbel-Straße und der Frieda-Fromm-Reichmann-Straße wird die Erschließung des ehemaligen Konversionsgeländes abgeschlossen. Die beiden Straßen werden an die heutigen Anforderungen angepasst und erhalten neue Fahrbahnen, Gehwege, Stellplätze sowie klimaangepasste Grün- und Entwässerungsflächen.
„Mit dem Ausbau dieser zwei Straßen ist die Erneuerung einer der letzten Bestandsstraßen in der neuen Südstadt nahezu abgeschlossen. Straßenbau ist weit mehr als eine neue Asphaltdecke – entscheidend ist auch, was unter der Oberfläche passiert. Allein für die Entwässerung wurden hier 265 Meter Rohrleitungen und vier Schächte neu gebaut. Gleichzeitig entstehen rund 3.700 Quadratmeter neuer Straßenraum – für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und Autofahrende gleichermaßen. Die versetzt angeordneten Beete sorgen dabei ganz nebenbei für eine natürliche Geschwindigkeitsreduzierung. Damit wir diesen Weg auch künftig konsequent weitergehen können, brauchen die Kommunen verlässliche Unterstützung“, erklärte Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.
Endspurt auf der Baustelle – zwei Drittel fertiggestellt
Seit dem Baustart im März 2026 sind die Arbeiten zügig vorangekommen. Die Emil-Gumbel-Straße soll im September 2026 für den Verkehr freigegeben werden, anschließend beginnt die Umgestaltung der Rheinstraße. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist bis Ende 2026 vorgesehen.
Die Dimension des Projekts zeigt sich auch in den Zahlen: Rund 2.600 Kubikmeter des alten Straßenaufbaus wurden zurückgebaut und abgefahren. Auf etwa 3.700 Quadratmetern entstehen neue öffentliche Verkehrsflächen mit rund 1.500 Quadratmetern Asphalt- und 1.900 Quadratmetern Pflasterflächen. Für eine leistungsfähige Infrastruktur wurden außerdem 265 Meter Entwässerungsleitungen verlegt und vier Schächte errichtet.
Parallel dazu verlegen die Stadtwerke Heidelberg Kabelschutzrohre und bauen die Straßenbeleuchtung aus. Fahrbahnen, Gehwege und Stellplätze befinden sich bereits im Endausbau. Ergänzt werden sie durch sieben Baumbeete, neun Pflanzbeete und eine rund 100 Quadratmeter große Versickerungsmulde, die Regenwasser aufnehmen, das Quartier kühlen und die Aufenthaltsqualität verbessern. Aufgrund zahlreicher Ver- und Entsorgungsleitungen im Untergrund können jedoch nicht alle vorgesehenen Baumstandorte umgesetzt werden. Stattdessen werden an einigen Stellen flach wurzelnde Sträucher gepflanzt, die den Straßenraum begrünen, ohne die Leitungen zu beeinträchtigen.
Wasserdurchlässige Bauweise erstmals im Einsatz
Eine Besonderheit der Maßnahme befindet sich in der Frieda-Fromm-Reichmann-Straße: Dort wird erstmals im öffentlichen Straßenraum Sickerpflaster mit Rasenfugensteinen in den Parkständen eingebaut. Die wasserdurchlässige Bauweise reduziert die Flächenversiegelung und unterstützt die natürliche Versickerung von Niederschlagswasser. Gemeinsam mit der Versickerungsmulde entsteht so ein Straßenraum, der besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet ist.
Praktische Lösungen statt teurer Sonderwünsche
Im Zuge der Ausführungsplanung wurde zudem die Materialwahl für den nördlichen Gehweg der Emil-Gumbel-Straße angepasst. Aus wirtschaftlichen Gründen wird dort statt des ursprünglich vorgesehenen roten Asphalts der Heidelberger Stadtstein in Kastellgrau verlegt. Diese Lösung wird auch bei der anschließenden Umgestaltung der Rheinstraße umgesetzt und sorgt zugleich für eine klare optische Trennung zu den roten Markierungen des Radverkehrs.