Heidelberg entwickelt Hitzeaktionsplan weiter

Weitere Maßnahmen zum Hitzeschutz – Beratungen starten am 23. September

Die Stadt Heidelberg will ihren Hitzeaktionsplan (HAP) weiterentwickeln. Ein erster Entwurf war 2022 als Teil der Klimaanpassungsstrategie vorgestellt worden. Die Hitzeperioden der vergangenen Jahre – insbesondere im Sommer 2026 – haben gezeigt, dass die bisherigen Maßnahmen ergänzt und der Hitzeschutz stärker in den Verwaltungsstrukturen verankert werden müssen. In die Überarbeitung sind auch Anträge aus dem Gemeinderat und Ergebnisse aus der verwaltungsinternen Arbeitsgruppe „Sofortprogramm Hitzeschutz“ eingeflossen.

Der aktualisierte Hitzeaktionsplan bündelt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung bei großer Hitze. Dazu zählen etwa Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger, die Weiterentwicklung der „Kühlen Karte“, zusätzliche Trinkwasserangebote und der zeitweise Zugang zu kühlen Räumen. Geplant ist außerdem ein Hitzenotfallplan für länger anhaltende Extremtemperaturen.

Ein Schwerpunkt liegt auf Kitas, Schulen sowie Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Dort sollen je nach Gebäude und Nutzung geeignete Maßnahmen geprüft und priorisiert werden – etwa Verschattung, Begrünung, Entsiegelung, bessere Lüftung oder technische Kühlung. Für besonders belastete Einrichtungen wie Kitas und Senioreneinrichtungen sollen durch die Stadt Heidelberg insgesamt 39 mobile Klimageräte bis zur nächsten Hitzeperiode beschafft und eingebaut werden. Auch Schulhöfe, Kita-Außenflächen und andere öffentliche Räume sollen künftig bei Planungen stärker an hohe Temperaturen angepasst werden.

Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität (AKUM) befasst sich am Mittwoch, 23. September 2026, mit der Vorlage zur Aktualisierung des Hitzeaktionsplans. Die Entscheidung des Gemeinderats ist für den 15. Oktober 2026 vorgesehen. Welche Maßnahmen später konkret umgesetzt werden, richtet sich nach den jeweiligen fachlichen Zuständigkeiten sowie den verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen. Die Beschlussvorlage ist online im Bürgerinformationssystem der Stadt Heidelberg abrufbar.
 

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