Zwei städtische Kitas schließen im September 2027
Rückläufige Kinderzahlen und hoher Sanierungsbedarf – Weiterbetreuung gesichert
Die Stadt Heidelberg wird zum 30. September 2027 zwei ihrer Kindertageseinrichtungen schließen: die Kita Philipp-Reis-Straße in der Weststadt und die Kita Adolf-Engelhardt-Straße in Kirchheim. Hauptgründe sind die zurückgehenden Kinderzahlen sowie der schlechte bauliche Zustand der Kirchheimer Einrichtung. Für deren Weiterbetrieb wäre eine aufwändige Sanierung erforderlich. In Heidelberg gibt es derzeit 134 Kindertageseinrichtungen, bei 24 Einrichtungen ist die Stadt selbst Trägerin.
„Die Schließung ist ein Schritt, der uns nicht leichtfällt“, betont Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg. „Die demografische Entwicklung und rückläufige Kinderzahlen erfordern auch in Heidelberg, dass wir das Angebot an Betreuungsplätzen schrittweise auf den sinkenden Bedarf anpassen müssen.“
Kinder- und Jugendamt unterstützt Familien beim Wechsel
In der Kita Philipp-Reis-Straße wird derzeit nur noch eine altersgemischte Gruppe betreut. In der Kita Adolf-Engelhardt-Straße sind es zwei Gruppen. Eine dringend notwendige Sanierung dieser Kita wäre angesichts freier Platzkapazitäten in neueren Einrichtungen auch wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen gewesen.
Kinder, die im September 2027 in die Schule wechseln, werden in den beiden betroffenen Einrichtungen bis zur Einschulung wie gewohnt betreut. Vom Wechsel betroffen sind ab September 2027 voraussichtlich 15 Kinder aus der Kita Philipp-Reis-Straße und 15 aus der Kita Adolf-Engelhardt-Straße, die dann noch nicht im Schulanfängeralter sind. Im näheren Umfeld stehen in Kirchheim die Städtischen Kindertageseinrichtungen Schwetzinger Straße, Hegenichstraße und Im Hüttenbühl sowie weitere Betreuungsangebote freier Träger zur Verfügung, um den zukünftigen Betreuungsbedarf abzudecken. In der Weststadt gibt es in unmittelbarer Nähe die Städtischen Kindertageseinrichtungen Blumenstraße und Gaisbergstraße sowie die Kita Am Paradeplatz in der angrenzenden Südstadt.
Die Kinder werden pädagogisch auf den Übergang vorbereitet und dabei eng begleitet. Gleichzeitig wird das Kinder- und Jugendamt die Familien bei der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz umfassend unterstützen und den Wechsel in eine andere Kindertageseinrichtung so reibungslos wie möglich gestalten. Für die betroffenen Kinder stehen ausreichend Betreuungsplätze in anderen Einrichtungen zur Verfügung.
Keine Kündigungen
Durch die Schließung wird es außerdem keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Für sämtliche betroffenen Fachkräfte bestehen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der städtischen Kindertageseinrichtungen. Damit bleiben die pädagogische Expertise und die wertvolle Erfahrung erhalten.
Die Eltern wurden am 6. Oktober per elektronischem Elternbrief über die Schließung informiert. Am 13. und 14. Oktober 2026 gibt es für sie die Möglichkeit zu Information und Austausch bei Elternabenden in den jeweiligen Einrichtungen.