Heidelberg startet ins neue Schuljahr 2026/27
Rund 1.400 Erstklässler profitieren vom neuen Ganztagsanspruch – Förderangebote stärken Bildungschancen
Für rund 23.000 Kinder und Jugendliche an den 34 öffentlichen und 20 privaten Schulen in Heidelberg beginnt am Montag, 14. September 2026, das neue Schuljahr. Etwa 1.400 Mädchen und Jungen werden eingeschult. Für sie gilt erstmals der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Der Einschulungstag für die Erstklässlerinnen und Erstklässler ist an den meisten Schulen am Samstag, 19. September 2026. Von der Grundschule in die Klassen 5 der weiterführenden Schulen wechseln rund 1.500 Kinder.
Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab der ersten Klasse
Mit dem Schuljahr 2026/27 tritt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder der ersten Klassenstufe in Kraft. Er umfasst während der Schul- und Ferienzeiten eine Betreuung von insgesamt acht Stunden täglich, wobei bis zu 20 Schließtage im Jahr möglich sind. Der Anspruch wird schrittweise auf alle Grundschulklassen ausgeweitet und erleichtert Familien die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Heidelberg ist gut vorbereitet. In unseren Ganztagsgrundschulen und an den Grundschulen mit ergänzendem Betreuungsangebot können wir den Rechtsanspruch erfüllen. Dabei ist päd-aktiv e. V. seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner für qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote“, sagt Bildungsbürgermeisterin Stefanie Jansen.
Unterstützungsprogramme der Stadt für Leistungsschwächere
- Kommunales Sprachförderprogramm: Mit einem kommunalen Schulprogramm unterstützt die Stadt Heidelberg auch im kommenden Schuljahr wieder die Verbesserung der Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schülern und damit deren Bildungserfolg. In den Klassen 1 und 2 wird das Programm „Deutsch für den Schulstart“ angeboten. In den Klassen 3 und 4 gibt es eine in den Unterricht integrierte Förderung für einzelne Kinder. Bewährter Partner der Stadt bei der Sprachförderung ist auch im kommenden Schuljahr päd-aktiv e. V. Das Projekt ist in 14 Grundschulen und einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) etabliert. In 54 Gruppen werden knapp 400 Kinder in mindestens drei Fördereinheiten pro Woche unterstützt.
- Heidelberger Unterstützungssystem Schule (HÜS): An dem seit vielen Jahren etablierten HÜS-Programm nehmen wieder 33 von 35 öffentlichen Schulen teil. Mehr als 800 Kinder und Jugendliche erhalten zusätzliche Unterstützung in Deutsch, Mathematik und Englisch. Auch Kurse zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, oft im Rahmen von theaterpädagogischen Angeboten, werden von den Schulen stark nachgefragt. In Kleingruppen werden die Schüler individuell begleitet, um Erfolg in der Schule und einen höheren Bildungsabschluss zu ermöglichen.
Inklusion: Lernen mit und ohne Behinderung
Heidelberg fördert auch im neuen Schuljahr das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung. An etwa der Hälfte aller Grundschulen und bedarfsgerecht an weiterführenden Schulen gibt es inklusive Unterrichtssettings. Hier werden Kinder sowohl individuell als auch in Gruppen unterrichtet. Darüber hinaus sind kooperative Organisationsformen – die früheren „Außenklassen“ – an mehreren Standorten eingerichtet. Im Schuljahr 2026/27 besuchen weiterhin die drei vierten Klassen der Grundschule Bahnstadt die Außenstelle am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Graf von Galen-Schule. Das erfolgreiche Konzept des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung wird damit fortgeführt.
Unterstützung beim Übergang von der Schule ins Studium oder den Beruf
Die Stadt Heidelberg unterstützt junge Menschen auch dabei, ihren passenden Weg nach der Schule zu finden. Bei den Heidelberger Ausbildungs- und Studientagen am 14. und 15. Oktober 2026 präsentieren zahlreiche Betriebe, Hochschulen und weitere Einrichtungen ihre Ausbildungs-, Studien- und Orientierungsmöglichkeiten. Ergänzend bietet die Jugendberufsagentur Heidelberg jungen Menschen eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um Schule, Ausbildung, Arbeit und persönliche Herausforderungen. Die beteiligten Institutionen arbeiten eng zusammen, damit Unterstützung möglichst unkompliziert und abgestimmt erfolgen kann. Einen zusätzlichen Überblick bietet der digitale Bildungskompass: Er bündelt Bildungsangebote und Bildungswege aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis und erleichtert Jugendlichen, Eltern und Fachkräften die Suche nach passenden Anschlussmöglichkeiten.
Weitere Informationen zum Thema Schule gibt es auch online unter www.heidelberg.de/schulen.
