Tigermücken machen keinen Urlaub – jetzt aktiv werden
Bei den aktuell hohen Temperaturen findet die Tigermücke in Verbindung mit gelegentlichen Regenfällen und künstlichen Wasseransammlungen ideale Entwicklungsbedingungen und kann sehr schnell zur Plage werden. Auch, wenn das Risiko in Deutschland gering ist, besteht die Gefahr von Virenübertragungen (z.B. Dengue- oder Chikungunya-Viren). Insbesondere aber wird der eigene Garten aufgrund der hohen Stechaktivität auch tagsüber kaum nutzbar, wenn nicht bekämpft wird. Die Bekämpfung kann nur durch die solidarische Mitwirkung der Bevölkerung effektiv sein. Jeder ist selbst verantwortlich, die Plagegeister in seinem Wohnumfeld in Schach zu halten, damit der Aufenthalt, etwa in Gartenlagen und auch im Wohnbereich, ohne massive Störungen im Sommer möglich ist. Die Stadt Heidelberg bekämpft geleichermaßen die Tigermücke im öffentlichen Raum
Wie kann die Asiatische Tigermücke bekämpft werden?
- Unnötige Gefäße entfernen oder unter einem Dach lagern, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann.
- Unverzichtbare Gefäße wie Regentonnen oder Zisternen sanieren: Zunächst eventuell vorhandene Larven biologisch mit den Eiweißen von Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) in Form von Bti-Tabletten bekämpfen. Diese töten nur Mückenlarven ab und sind für Menschen, Tiere und Pflanzen unschädlich. Danach die Gefäße mit einem Mosquitonetz oder Deckel lückenlos abdecken. Es empfiehlt sich, nach der Bti-Behandlung Kleinkrebse (Hüpferlinge) einzusetzen, die neuschlüpfende Tigermückenlarven für mehrere Wochen bis Monate vertilgen. Bti und Hüpferlinge ergänzen sich ideal. Die Hüpferlinge können online bezogen werden.
- Brutstätten, die nicht beseitigt oder saniert werden können – wie beispielsweise Gullys – müssen regelmäßig mit Bti im Abstand von zwei bis drei Wochen bekämpft werden.
Was muss ich speziell vor der Urlaubszeit beachten?
Wichtig ist, vor dem Urlaubsantritt den Außenbereich zu sanieren bzw. urlaubsfest zu machen. Also alle etwa unnötigen Gefäße zu beseitigen und Vogel- oder Igeltränken umzudrehen, damit sich kein Wasser ansammeln kann. Man kann auch vertraute Personen mit der Überwachung der Brutstätten beauftragen. Außenabflüsse und Hofgullys sollten vor Abreise mit Bti behandelt werden.
Wie kann ich mich schützen?
Es empfiehlt sich, Kleidung zu tragen, die das Stechen für die Mücken erschwert und gut wirksame Mückenabwehrstoffe auf die ungeschützte Haut aufzutragen, die für einige Zeit die Mücken vom Stechen abhalten. Besonders geeignet sind Produkte auf der Basis von Icaridin und DEET. Icaridin sollte bei der Behandlung von Kindern bevorzugt werden. Abwehrstoffe mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Citronella, Lavendel oder Geraniol wirken weniger gut.
Den engeren Wohnbereich kann man durch Anbringen von Mückenfenstern und -türen vor dem Eindringen der Stechmücken schützen, was auch eine ungestörte Nachtruhe gewährleistet.
In der Hebelstraße 9, 69115 Heidelberg, können zu den Öffnungszeiten (mittwochs von 9 bis 13 Uhr und freitags von 14 bis 18 Uhr) Bti-Tabletten abgeholt und Hüpferlinge und Regentonnennetze via Kartenzahlung erworben werden. Heidelberger Bürgerinnen und Bürger erhalten eine Packung BTI pro Haushalt kostenlos.
Weitere Informationen sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote finden sich unter: www.heidelberg.de/tigermuecke. Im Rahmen der regelmäßigen Onlineveranstaltung am 1. Montag jeden Monats um 19 Uhr stehen Ihnen zudem die fachkundigen Mitarbeiter der ICYBAC GmbH für Informationen und Beratung zur Verfügung. Zugangslink unter: infoveranstaltung.icybac.de/2026