Bau einer gemeinsamen Mensa für Albert-Schweitzer-Schule und Stauffenbergschule

Erstmals sollen Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz genutzt werden

Die Stadt Heidelberg plant im Stadtteil Pfaffengrund den Bau einer gemeinsamen Mensa für die Albert-Schweitzer-Schule und die Stauffenbergschule als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum. Für die anteilige Finanzierung der Baumaßnahme will die Stadt Heidelberg erstmals Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes, das Bundestag und Bundesrat im März 2025 beschlossen hatten, einsetzen.

Das geplante Geld aus dem Sondervermögen in Höhe von 1,8 Millionen Euro ist gleichzeitig der finanzielle Eigenanteil der Stadt Heidelberg. Vonseiten des Landes gehen 3,1 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau für die neue Mensa nach Heidelberg. Damit können die Baukosten über 4,9 Millionen Euro gedeckt werden. Das Bauprojekt geht jetzt in den Gremienlauf (Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am 5. Mai, Haupt- und Finanzausschuss am 20. Mai). Abschließend entscheidet der Gemeinderat am Donnerstag, 11. Juni 2026, über die Erteilung der Ausführungsgenehmigung.

Mensabau: Mehr Kapazitäten wegen Rechtsanspruch nötig

Für eine neue Mensa sollen zwei ungenutzte Bestandsgebäude – eine nicht mehr genutzte Lehrküche und eine alte Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr – umgebaut und erweitert werden. Diese befinden sich am Schnittpunkt beider Schulstandorte. Das Konzept sieht zwei Speiseräume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Schulen vor, die über ein gemeinsames Foyer erreichbar sind und eine gemeinsame Küche nutzen. Die dafür nötige Machbarkeitsstudie und Entwurfsplanung wurden vom städtischen Hochbauamt in Eigenleistung erstellt.

Grundlage für eine neue Mensa ist der künftige Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung. Ab dem Schuljahr 2026/27 haben Schulkinder ab der ersten Klasse einen Anspruch auf Betreuung an fünf Tagen in der Woche im Umfang von acht Stunden am Tag. Eine adäquate Essensversorgung ist zentraler Bestandteil der pädagogischen Konzeption beider Schulen, deren Kapazitäten derzeit nicht ausreichen.

Insgesamt erhält die Stadt Heidelberg aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes 113,5 Millionen Euro. Damit steht ein wesentlicher Beitrag zur Finanzierung dringend notwendiger Infrastrukturmaßnahmen in den künftigen Jahren zur Verfügung.

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