Informationen zu Veranstaltungen und weitere Neuigkeiten

Aktuelles aus dem Mark Twain Center

Jens Siegert - Wohin treibt Russland? Meldung vom 26. Februar 2025

Seit 25 Jahren herrscht Wladimir Putin in Russland. Ein Ende seiner Diktatur ist nicht in Sicht. Er setzt im Innern auf Repression und führt einen Vernichtungskrieg gegen ein Nachbarland. Längst ist die Auseinandersetzung mit dem Westen zu einer Systemauseinandersetzung zwischen einer illiberal-autokratischen Ideologie und liberal-demokratischen Grundsätzen geworden. Solange Putin an der Macht ist, wird sich daran nichts ändern. Dennoch scheint, soweit sich das unter unfreien Bedingungen überhaupt feststellen lässt, ein Großteil der Bevölkerung hinter Putin zu stehen. Heißt das, dass zu viele Menschen in Russland weder Demokratie noch Frieden wollen? Wird deshalb auch nach Putin alles beim Alten bleiben? Oder besteht eine Chance, dass Russland irgendwann einen anderen, einen demokratischeren Weg einschlägt?  Wie auch immer der Krieg in der Ukraine enden mag: Russland wird nicht verschwinden. Auch in Zukunft werden wir mit dem großen Nachbarn im Osten umgehen müssen. Umso wichtiger ist es, die längerfristige Entwicklung in den Blick zu nehmen. Dass die Systemauseinandersetzung mittlerweile auch den Westen und die transatlantische Gemeinschaft selbst erfasst hat, mit Trump, Orban und anderen an der Regierung, sowie vielen rechtspopulistischen Parteien auf dem Sprung dorthin, macht die Aufgabe nicht einfacher. Eine gemeinsame Veranstaltung des Mark Twain Center für transatlantische Beziehungen Heidelberg und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg. Mo, den 17. März 2025, 19.30 – 21.00 Uhr Der Eintritt ist frei. Mark Twain Center  für transatlantische Beziehungen  |  Römerstraße 162, 69126 Heidelberg 
mehr...

Ironischer Kitsch oder Influencerin als Studentenprinzessin?! Meldung vom 04. Dezember 2024

An diesem Montagabend, den 2. Dezember fanden sich Interessierte, aber auch glühende Anhänger des „Studentenprinz“ im Mark Twain Center zusammen um sich den Dokumentarfilm „Der ewige Studentenprinz“ anzuschauen und anschließend eine Diskussionsrunde zu erleben. Der Film von Eberhard Reuß, ehemaliger SWR-Autor zeigt auf sehr charmante Weise, wie sehr Heidelberg mit dem „Studentenprinz“ verbunden ist und wie dieser, Heidelberg in Amerika bekannt gemacht hat und damit ein Marketingphänomen ausgelöst hat, dass bis heute anhält. Neben dem Hauptdarsteller der Operette, Kevin Tarte, der jahrzehntelang bis 2013 den Studentenprinzen verkörperte, wurde auch ein frischverliebtes Studentenpaar und ein Literaturwissenschaftler über den Zauber und der damit verbundenen Erfolgsgeschichte des Studentenprinz in Heidelberg befragt. Im Anschluss des Filmes diskutierte Frau Dr. Lena Jönk, Herr Eberhard Reuß und Herr Dr. Uwe Wenzel zusammen mit dem Publikum, über die Bedeutung des Stückes für die transatlantische Verbindung und wie auf dem Schloss Heidelberg der Studentenprinz in Zukunft inszenieren werden könnte. Wir dürfen gespannt sein, ob auch die neue Heidelberger Intendantin, den Marketingwert dieser Erfolgsproduktion erkennt und dem verstaubten Klassiker ein neues trendiges Kleid schneidert, dass wieder Anziehungspunkt bei den Heidelberger Schlossfestspielen werden kann. Denn Liebesgeschichten verlieren nie ihre Aktualität. Vielleicht, wäre gerade jetzt mit einer neuen Inszenierung eine Charmeoffensive Richtung Amerika möglich. Die „German Romantic“, eingebettet in einer romantischen Stadt mit Studentenleben, guten Bier, zünftigen Essen und stimmungsvoller Musik, hat schon einmal einen Brückenschlag zwischen Amerika und Deutschland bewirkt.         (Kristina Müller)
mehr...

22.07.2021 Meldung vom 22. Juli 2021